Mittwoch, 22. Juni 2011

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt ...

... oder eher verzögerte Trotzphase? Ich bin in letzter Zeit ständig dabei Grenzen auszutesten.



Grundsätzlich möchte ich nur das machen, zu dem ICH gerade Lust habe, wie Fernsehen im Haus, Schaukeln im Garten oder ...



... Spazieren im Kinderwagen. Alles andere weckt mein Interesse nur sehr wenig. Bei einem "Nein" besitze ich enorme Ausdauer beim Quengeln, Trotzen und Weinen. Ich lasse mich nur kurze Zeit mit einer anderen Beschäftigung ablenken. Ich WILL ... lautet meine Devise.


Durch mein ständiges Kranksein durfte ich viele Vorzüge genießen, die nun jedoch sehr schwer für mich aus dem Alltag wegzudenken sind. Für meine Mama ist diese Phase oder dieser Zustand sehr schwer auszuhalten und es geht ihr echt auf die Substanz. Aus ihrer Sicht steht sie im Debakel zwischen pädagogischem Wissen und deren gar so wichtigen Konsequenzen in der Erziehung und dem fürsorglichen "Mamadasein", wo es ab und zu auch mal Ausnahmen gibt. Ich wäre ja für die Ausnahmenregelung :-)!



Aus gesundheitlicher Sicht bin ich noch nicht im Gleichgewicht und nun hab ich auch noch mit erschwerten Bedingungen, aufgrund der auferlegten Regeln und Grenzen meiner Eltern zu kämpfen. Aus der Gesamtsitauation heraus betrachtet ist dies für alle Beteiligten eine Herausforderung.



Eine Herausforderung die wir gemeinsam mit viel Durchhaltevermögen allerseits bewältigen werden. Das selbstständige Essen macht mir irrsinnigen Spaß und ...



... all die anderen Beschäftigungen, wie Bücher lesen, Puzzle bauen, usw. werden mir hoffentlich auch bald wieder Spaß bereiten.

Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen und/oder Tipps parat, damit wir alle schön langsam wieder ins Gleichgewicht kommen :-).

Kommentare:

  1. Keine Tipps liebe Bettina, aber wünsch dir viiiiiiiiiiiiiiiiel Durchhaltevermögen ^^,
    hab das mit Jerry auch schon durch... puuuuh!
    Jetzt grade geht es :) ...alsooo es gibt Hoffnung das die Phase nicht allzu lang dauert hihihihihi...

    LG Nike

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  2. Liebe Bettina,

    die "Autonomiephasen" kommen immer schubweise (als Dauerzustand wären sie auch grauenhaft), zumindest war / ist dies bei Katharina so. Sie zeigen aber auch immer wieder Fortschritte an, mir hat es gut getan, das zu vergegenwärtigen.

    Sonst hilft wohl nur: Cool bleiben, so schwer es manchmal fällt.

    Liebe Grüße

    Miriam

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  3. Uiuiui, diese Phase kenne ich im Moment auch... ein "nein" wird mit bitteren Tränen quittiert und das auch wirklich ausdauernd.
    ich versuche mir einzureden, dass diese Phase sicher ganz wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung ist- vor allem für meine;-))

    Aber es stresst wirklich ungemein!

    Liebe Grüße,
    Sabine

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  4. Da muss wohl jede Mama durch ... puh ... aber tröste dich, es wird vorbeigehen ! Hilft jetzt nicht viel, aber irgendwann schaust du zurück und hast es geschafft! Also wie Nike schon sagt: DURCHHALTEN !!! Aber wenn´s gar nicht mehr geht, dann denk auch an dich und deine Gesundheit und dann muss die Konsequenz mal Konsequenz :o)

    Liebe Grüße NAemi

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  5. Dieses Verhalten kommt mir im Moment soooooo bekannt vor! Es ist anstrengend und teilweise auch zum Verzweifeln...und dann macht man sich Sorgen, weil alles, was pädagogisch sinnvoll und förderlich sein könnte, strikt boykottiert wird...Sonea bekommt nicht nur häufiger ein NEIN! zu hören...wir bekommen es genau so zu hören!
    Aber das bessert sich hoffentlich auch und ist einfach nur Teil der persönlichen Entwicklung :o)

    Fühl Dich gedrückt!

    Katharina

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