Posts mit dem Label November 2008 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label November 2008 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 25. Januar 2009

Die ersten Tage zu Hause ...

Die ersten Tage zu Hause genossen wir sehr. Mein Papa hat einen ganz großen Storch am Balkongeländer angebracht, damit alle rundherum sahen, dass ich auf der Welt war.

Obwohl ein wunderbarer Stubenwagen für mich bereit stand ...

entschloss mein Papa und ich am ersten Abend zu Hause im großen Bett zu kuscheln. Ich bekam den Polster und die Decke meiner Mama und schon "mützelten" wir beide.


Ich musste auch gleich in den ersten Tagen zum Kinderarzt, da der Gelbsuchtwert noch einmal gemessen werden musste. Ich litt nämlich im Krankenhaus sehr stark daran, so das ich sogar zwei Tage in einem Phototherapiekasten sein musste. Danach war dann wieder alles in Ordnung mit mir. Ganz viele Leute, Verwandte, Freunde und Bekannte, kamen mich besuchen. Sie waren ja so neugierig, wie ich aussehe. Ich fand mich stündlich in anderen Armen. Wie jedoch jeder weiß können Neugeborene nicht so gut sehen, deshalb war mir das egal. Meiner Mama ging es dann plötzlich nicht mehr so gut. Sie musste noch einmal ins Krankenhaus, um operiert zu werden. Mein Papa begleitete meine Mama und konnte deshalb nicht auf mich aufpassen. Das war jedoch kein Problem, denn am Vormittag passte meine Tante Daniela auf mich auf ...

... und am Nachmittag meine Moni Oma.

Mein Opa war natürlich auch mit von der Partie. Es war ganz toll mit ihnen, doch auf meine Mama und meinen Papa freute ich mich trotzdem wieder. Am Abend waren wir drei dann wieder vereint. Das waren die ersten Tage zu Hause. Etwas turbulent, aber wunderschön :-).

Dienstag, 20. Januar 2009

Ich bin endlich da ...

Ich heiße Paul Otto und habe am 21.11.2008 im ELKI Klagenfurt das Licht der Welt erblickt. Meine Mama und mein Papa freuten sich schon soooo sehr auf mich, dass ich entschied 12 Tage vor meinem errechneten Geburtstermin auf die Welt zu kommen. Die Geburt machte ich meiner Mama sehr leicht, denn sie wusste zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht, dass ich ein Extrachromosom, das sogenannte Glückschromosom, in mir trage. Meine Nackenfalte war bei der Untersuchung wunderschön und in keinsterweise auffällig und organisch, Herz usw., war auch alles in bester Ordnung. Ich wusste, dass sich meine Mama eine schnelle Geburt wünschte und gerade deshalb versuchte ich mich zu beeilen. Durch leichtes Ziehen im Bauch machte ich mich schon den ganzen (Geburts)Tag bemerkbar und wollte ihr damit mitteilen, dass ich auf die Welt kommen werde. Als dies nichts half, ließ ich die Fruchtblase zu Hause um 21.00 Uhr platzen und dann gings los. Mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus und nach zwei Stunden war ich dann schon da. Genau genommen um 23.51 Uhr. Es war wunderschön in den Armen meiner Mama und meines Papas zu liegen. Niemand, auch nicht die Ärzte, machten sich zu diesem Zeitpunkt über eine Trisomie 21-Down Syndrom, Gedanken. Dann nach der ersten Mutterkindpassuntersuchung, am dritten Tag, entschieden sich die Ärzte dann doch für eine Chromosomenanalyse. Nach zweiwöchigem Warten bestätigte sich, dass unser Pauli eine Chromosomenstörung-Trisomie 21-Down Syndrom hat. Zuerst waren meine Mama und mein Papa ein wenig traurig darüber, doch diese Traurigkeit nahm ich ihnen sofort wieder, denn wenn sie mich ansahen vergaßen sie alles um sich herum. Zeit heilt alle Wunden und für Mama und Papa bin ich ihr Glücks-Pauli, den sie über alles lieb haben.