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Donnerstag, 9. Februar 2012

"Sprach- und Kommunikationsförderung bei Kindern mit Down-Syndrom" ...

... ist ein Ratgeber, der sich an Eltern, pädagogische Fachkräfte, Therapeuten und Ärzte richtet und stammt aus der hervorragenden Ratgeberreihe des Schulz-Kirchner Verlages. Dieses Buch ist gerade erst erschienen, Januar 2012, und wer hat es schon zu Hause? Wir natürlich, denn meine Mama ist ein richtiger Fachbuch-Junkie :-).



Damit ihr in etwa wisst welche Themenschwerpunkte im Buch "Sprach- und Kommunikationsförderung bei Kindern mit Down-Syndrom" behandelt werden hier eine Kurzbeschreibung:

"Kinder mit Down-Syndrom haben eine verzögerte Sprachentwicklung, sprechen häufig undeutlich und haben manchmal Probleme bei der Nahrungsaufnahme. Sprechen und kommunizieren zu können, ist aber eine Grundlage für die Teilhabe in Familie, Kindergarten, Schule und später im Beruf. Der Ratgeber wendet sich deshalb an alle Personen, die mit Kindern mit Down-Syndrom kommunizieren, und beantwortet häufige Fragen zum Thema Sprachförderung und Förderung der Nahrungsaufnahme:
  • Wie läuft die Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom ab?
  • Welchen Einfluss haben andere Faktoren, z.B. das Hören?
  • Wie können Eltern, Erzieher, Lehrer und andere Kommunikationspartner die Sprachentwicklung im Alltag fördern?
  • Warum und wie helfen Gebärden, das Konzept "Frühes Lesen" oder Methoden der Unterstützten Kommunikation beim Sprechenlernen und Kommunizieren?
  • Welche Rituale, Regeln und Lernstrategien helfen beim Spracherwerb?
  • Wie können Mundschluss und Nahrungsaufnahme gefördert werden?
  • Warum und wann brauchen Kinder mit Down-Syndrom eine spezifische Sprachtherapie?

Der Ratgeber enthält zahlreiche konkrete Ideen zur Sprachförderung, aber auch zur Förderung der Mundmotorik und der Nahrungsaufnahme, die im Frühförderzentrum, in der Kita, in der Schule und zu Hause im Alltag umgesetzt werden können. Ein umfangreiches Glossar erläutert Fachbegriffe zu Sprachentwicklung, Kommunikation und Nahrungsaufnahme." (www.textunes.de)

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Die Micky Maus ...

... zählt schon seit einigen Monaten zu einer meiner Lieblingsfiguren. Es ist schon etwas länger her, genauergenommen war es am 3. November, als ich mit meiner Mama in ein Einkaufscenter, bei uns in der Nähe, ging und ganz plötzlich im Kinderwagen sehr nervös wurde. Ich richtete meinen Blick zu meiner Mama und gebärdete, dass ich diesen, in einem Geschäft, ausgestellten Micky Maus Luftballon BITTE haben möchte.



Ich gebärdete: Maus - Luftballon - Bitte / Bitte - haben! Meine Mama war so stolz auf mich, dass ich meinen Wunsch so geschickt und höflich gestikulierte und gebärdete.

Die Methode der Gebärden unterstützte Kommunikation für Kinder mit Down-Syndrom können wir wirklich sehr empfehlen. Ich kann mich schon sehr lange und immer besser mitteilen und dies spielt für den Selbstwert eines Kindes eine wirklich wesentliche Rolle.

Meine Mama kaufte ihn mir und ich hatte, bis meiner Micky Maus die Luft ausging, richtig viel Spaß.



Da es ja ein Helium Luftballon war, konnte ich ihn hinter mir herziehen und ...



... nach zwei Tagen konnte ich die Micky Maus mit der sogenannten alternierenden Handbewegung zu mir ziehen. Diese alternierende Handbewegung zählt zur Hand-Hand-Koordination und ist ein sehr wichtiger Bereich in der Entwicklung eines Kindes. Ihr seht es im Video was damit gemeint ist:



Das war eine große Herausforderung für mich, doch wenn ich von mir aus etwas erreichen möchte, bin ich sehr konsequent im Wiederholen einer Tätigkeit bis ich es dann geschafft habe.



Wir wollten euch diesen Post nicht vorenthalten, obwohl es schon einige Zeit her ist.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Flash lesen (Kleine Schritte)

Wir haben gestern mit der Methode des Flash lesens ("Kleine Schritte") begonnen und möchten euch diese Form des Frühen Lesen lernens kurz vorstellen. Wir haben im Institut "Leben Lachen Lernen" wunderbare Unterlagen bekommen, die ich euch hier präsentieren darf.

Flash lesen - "Kleine Schritte"
  • Die Wörter werden in roter Druckschrift geschrieben.
  • Auf ein DIN A4 - Blatt wird je ein Wort geschrieben.
  • Dieses Wort stammt aus der unmittelbaren Lebensumwelt des Kindes und muss zunächst ein Wort von Interesse für das Kind sein, wie zum Beispiel Familienmitglieder, Lebensmittel, Tiere, Spielzeug, Freunde usw..
  • Es wird immer in 5er Blöcken gearbeitet. Ihr Kind sieht ein Wort für etwa 5 Sekunden, gleichzeitig wird es ihm vorgelesen. Danach sieht und hört es das nächste Wort, alle 5 Wörter hintereinander. Dies dauert knapp eine halbe Minute.


  • Während dieser halben Minute sollte das Kind stark konzentriert sein und seine Augen ausschließlich auf die vorgelesenen Wörter richten.
  • Je öfter am Tag diese Leseminute eingebaut wird, desto besser. Mindestens sollte das Kind seine Lesewörter jedoch einmal täglich "serviert" bekommen.
  • Das "allmähliche "Lesen-Können" der Wörter beruht auf dem Faktor der Wiederholung. Entscheidend ist dabei die Konzentration während der halben Minute.
  • Sobald ihr Kind ein Wort sicher erkennt und dies auch durch den Ausspruch des Wortes oder des Zeigens der Gebärde signalisiert, wird dieses gegen ein neues Wort ausgetauscht (Die "alten" Wörter werden vorläufig abgelegt und später für die Wiederholungen wieder benötigt.). Die Anzahl der Lesewörter, die rasch hintereinander angeboten werden, bleiben immer bei fünf.
  • Sehr wichtig ist es auch die bereits erlernten Wörter immer wieder zu wiederholen und zu festigen. (siehe Programm "Kleine Schritte").
  • Als besonders motivierend erleben es viele Kinder, wenn mit den Lesewörtern sowie Fotos aus ihrem Alltag individuelle Bücher und Spiele hergestellt werden.

Viele Kinder mit Down-Syndrom bauen sich über diesen Weg des ganzheitlichen Lesens von Wörtern aus ihrem Lebensbereich einen soliden Lese-Grundwortschatz auf. Die Gebärden -unterstützte Kommunikation (GuK) lässt sich hervorragend mit dem Frühen Lesen ("Kleine Schritte") kombinieren.

Montag, 27. September 2010

Mein sprechendes Bilderbuch ...

... von TOMY mag ich wirklich sehr. Ich hab ein Familienalbum mit Mama, Papa, Omas und Opas und ein Tierbilderbuch bestückt mit Bauernhoftieren. Jetzt seid ihr sicher schon gespannt wie das Buch funktioniert, oder?



Ich schlag es einmal auf und zu sehen sind Omi und Opi. Das Bilderbuch spricht mir das Wort genau vor. Fast wie bei Harry Potter :-). Der einzige Unterschied liegt darin, dass sich meine Personen und Abbildungen nicht bewegen.



Mama und Papa sind auf der nächsten Seite abgebildet.



Ich schau mir die Personen immer ganz genau an und ...



... die letze Seite mit Urlioma und Urliopa mag ich am meisten.



Echt tolles Buch, da die sprachfördernde Komponente voll zur Geltung kommt. So muss meine Mama nicht immer beim Buch anschauen dabei sein und die Bilder bennenen. Ich kann ganz nach dem Motto "Hilf es mir selbst zu tun" lernen. Wann, wie lange und wie oft ich will.



Das Bilderbuch kann immer wieder neu gestaltet und besprochen werden. Dadurch wird mein Wortschatz und die Begriffsbildung erweitert.



Dinge, die mich sehr interessieren und aus meinem Lebensumfeld stammen ,werden von meiner Mama fotografiert und schon haben wir dann neuen Stoff für das sprechende Bilderbuch. Auf diese Art und Weise kann ich den Bezug zu den Dingen, zum gesprochenen Wort und der dazugehörenden Gebärde herstellen.

Montag, 6. September 2010

Noch schnell in den Ferien nach Katschhausen ...

... in die Kindernaturerlebniswelt auf dem Katschberg.



Das Wetter war letzte Woche am Mittwoch schon sehr winterlich, deshalb hat meine Mama den Fellsack für den Kinderwagen ausgepackt.



Die Mütze musste ich auch aufsetzen, doch ich mag das Ding nicht!



Damit meiner Mama nicht langweilig wurde, zog ich sie mir in regelmäßigen Abständen vom Kopf.



Mavie gefiel es auch sehr gut. Die vielen Attraktionen ließen uns die Kälte ein wenig vergessen.



Die Kindernaturerlebniswelt kann man mit einer Rätselrally verbinden. Mavie bekam das Heft, das man dazu benötigte von einer ganz lieben Frau geschenkt und schon ging´s für sie los.



Die Bewohner von Katschahausen waren bei der Rätselrally sehr hilfreich, den Bösewicht ausfindig zu machen.



Mavie erkundete jedes Haus und ...



... stieg ganz hoch hinauf.



Es gab auch einen Streichelzoo ...



... mit Hasen und einem ganz lustigen Hahn.



Ich sah sogar zwischen den Bäumen einen Hasen und machte natürlich gleich die Gebärde dazu.



Wir kletterten, ...



... rutschten und ...



... genossen die Sonnenstrahlen.



Ich mag Mavie echt sehr gerne.



Ein kleiner Sturz verpasste mir einige Schrammen im Gesicht, doch ...



... davon ließ ich mich natürlich nicht abhalten den Ausflug weiterhin zu genießen.



So sah ich dann aus! Sieht jedoch schlimmer aus als es war.



Zuhause angekommen, spazierten wir noch zu dem Pferden.



Für uns alle war es ein sehr lustiger Tag, denn nicht nur ich hatte eine Panne. sondern auch Mavie gelang ein Kunststück der besonderen Art. Sir rutschte in Katschhausen im Matsch aus und war von oben bis unten voll mit Dreck. Ihre Mama hatte natürlich alles was Kinder in solchen Fällen brauchen dabei und ...



... das Schöne daran ist, dass wir auch noch in vielen Monaten, Jahren ... über unseren Ausflug lachen werden.

Montag, 23. August 2010

Der Berg ruft ...

... uns das jedes Jahr um dieselbe Zeit zu Onkel Peter und Tante Heidi auf die Saualpe. Die beiden entfliehen dem Linzer Alltag und genießen die Kärtner Luft in den Bergen für eine Woche auf der Granihütte. Ich entfloh der Kamera, denn es gab so viel zu erkunden.



Tschurtscherl, Äste, Grashalme in allen Variationen.





Das wurde von mir natürlich alles gekostet.



Ich habe Kühe gesehen und ...



... meine Mama hat auch meine Schleichtier Kuh mitgenommen.



Das tut sie immer wenn sie weiß es sind irgendwo Tiere Vorort.


Sie macht es deshalb, damit ich lerne Begriffe zu vernetzen.



Wir schauen uns zu Hause die Tiere dann noch einmal genau an, suchen sie in Bilderbüchern, gebärden sie, machen die Tierstimm dazu, singen passende Lieder oder machen ein passendes Fingerspiel dazu.



Ich kletterte die Hügel im Bärengang hinauf und hatte ...



... jede Menge Spaß mit Pauli dem Hund.


Meine Urlioma war auch mit.



Es war wirklich ein sehr schöner Nachmittag.



Diese Woche fahren wir noch einmal auf die Saualpe, denn nun sind Tante Hanni und Onkel Werner oben.

Freitag, 30. Juli 2010

Einen logopädischen Nachmittag ...

... genoss ich am Mittwoch. Margot brachte wieder viele interessante Spielsachen mit. Unter diesen war ein hoher Korb mit chinesischen Essstäbchen. Ob ich heute ganz nach chinesischer Tradition essen lernen werde? Natürlich nicht :-)!



Margot nahm ein Stäbchen nach dem anderen heraus.



Das konnte ich natürlich auch. Die Schwierigkeit dieser Übung lag darin, dass der Weg des Stäbchens beim Herausziehen sehr lang war. Da musste man schon gut koordinieren und trainierte Armmuskeln haben.



Danach zeigte mir Margot das Einräumen der Stäbchen.



Ich versuchte es mit wenigen Stäbchen, doch ...



... das Ausräumen bereitete mir mehr Spaß.



Danach wurden wir beide kreativ. Es war so spannend. Margot erklärte mir jeden einzelnen Schritt und ich versuchte ihr zu folgen. Jetzt wollt ihr sicher wissen was sich da in der Schachtel befindet?



Wir haben ein Blatt Papier in die Schachtel gelegt und ...



... ich durfte mir zwei Farben aussuchen.


Zwei Kleckse davon auf das Blatt Papier, ein paar Murmeln rein und schon konnten wir die Schachtel hin und her bewegen. Es entstand ein wunderschönes Muster. Man nennt diese Technik Murmeltechnik und so sieht das dann aus:


Das Ursache-Wirkungs-Prinzip faszinierte mich sehr und dies war Ziel dieser Übung.

Meiner Mama lag das selbstständige Essen von Hirsebällchen sehr am Herzen, da im KleinKinderRaum viele Kinder zur Jause immer diese aus dem reichhaltigen Jausenbuffet wählen.


Ich musste bis jetzt immer zusehen und mein Obstglas püriert essen, doch dem setzte ich mit dem heutigen Tag ein Ende. Ohne Probleme führte ich Margot und meiner Mama vor wie wunderbar ich ein Hirsebällchen nach dem anderen aus der Schüssel nehme, ...



... in den Mund führe und kaue. Beide Damen waren natürlich unheimlich stolz auf mich. Hierbei kann man erkennen, dass meine feinmotorische Entwicklung, sowie die Hand-Auge-Koordination voranschreitet.

Beim Essen wird es jetzt immer einfacher, da ich jetzt schon vieles mit den Erwachsenen mitessen kann. Meine Kaubewegungen sind wunderschön, da ich das Essen mit der Zunge von einer Seite auf die andere schiebe. Genau so wie es sich gehört. Nun werde ich beginnen alleine mit einem kleinen Löffel zu essen. Das wird zwar anfangs eine Kleckerei, doch es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Ich kann meine Saftflasche alleine halten und daraus trinken. Ganz plötzlich schmeckt mir auch Wasser :-).



Meine Wahrnehmung im optischen und auditiven Bereich hat sich sehr stark verbessert. Mein passiver Wortschatz wächst, ich gebärde immer mehr und ich kann auch schon kurze verbale Aufträge erfüllen. (Bitte krabbel zu den Büchern! Bitte mach die Lade zu! Gib mir ... usw.) Ich reagiere auf optische und akustische Reize sehr schnell. Hör ich das iPhone meiner Mama kurz piepsen, gebärde ich in kürzester Zeit Telefon.

Ich nahm mir zwischendurch eine Auszeit und beschäftigte mich selber. Margot beobachtete mich in dieser Zeit und lobte meine Neugierde und mein Interesse an der Umwelt. Körperschema, Handlungsplanung und Serialität sind im Spiel schon erkennbar.

Sehr zufrieden verabschiedete sich Margot wieder von uns. Sie ist einfach eine Koryphäe in vielen Bereichen, wie zum Beispiel Logopädie, Montessori, Bobath usw..



Sie hat mir sogar zwei von ihren vier Einsatzzylinderblöcken mitgebracht zum Spielen. Margot borgt sie mir, damit ich dann im September im KleinKinderRaum gleich losstarten kann.



Dies ist ein wunderbares Montessori Material zur Übung des Pinzettengriffes, Hand-Auge-Koordination, erkennen von Dimensionsunterschieden bei gleichbleibender Form, erkennen wie Hohlraum und Körper einander entsprechen uvm..



Nächste Woche besuchen wir Margot auf ihrer "Kleinen Farm". Ich freu mich schon auf sie, ihre Pferde und die restlichen Tiere.