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Mittwoch, 21. Dezember 2011

Die Micky Maus ...

... zählt schon seit einigen Monaten zu einer meiner Lieblingsfiguren. Es ist schon etwas länger her, genauergenommen war es am 3. November, als ich mit meiner Mama in ein Einkaufscenter, bei uns in der Nähe, ging und ganz plötzlich im Kinderwagen sehr nervös wurde. Ich richtete meinen Blick zu meiner Mama und gebärdete, dass ich diesen, in einem Geschäft, ausgestellten Micky Maus Luftballon BITTE haben möchte.



Ich gebärdete: Maus - Luftballon - Bitte / Bitte - haben! Meine Mama war so stolz auf mich, dass ich meinen Wunsch so geschickt und höflich gestikulierte und gebärdete.

Die Methode der Gebärden unterstützte Kommunikation für Kinder mit Down-Syndrom können wir wirklich sehr empfehlen. Ich kann mich schon sehr lange und immer besser mitteilen und dies spielt für den Selbstwert eines Kindes eine wirklich wesentliche Rolle.

Meine Mama kaufte ihn mir und ich hatte, bis meiner Micky Maus die Luft ausging, richtig viel Spaß.



Da es ja ein Helium Luftballon war, konnte ich ihn hinter mir herziehen und ...



... nach zwei Tagen konnte ich die Micky Maus mit der sogenannten alternierenden Handbewegung zu mir ziehen. Diese alternierende Handbewegung zählt zur Hand-Hand-Koordination und ist ein sehr wichtiger Bereich in der Entwicklung eines Kindes. Ihr seht es im Video was damit gemeint ist:



Das war eine große Herausforderung für mich, doch wenn ich von mir aus etwas erreichen möchte, bin ich sehr konsequent im Wiederholen einer Tätigkeit bis ich es dann geschafft habe.



Wir wollten euch diesen Post nicht vorenthalten, obwohl es schon einige Zeit her ist.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Ich esse einen Apfel ...

... und das mit vollem Genuss. Meine Mama mixt nachmittags ganz oft ein sehr leckeres Obstdessert für mich und ich bin natürlich immer am Lernturm stehend dabei. Heute entschied ich mich den Apfel im Ganzen zu essen.



Mmmhhhh, das ist ja lecker!



Mit nur einer Hand ist es etwas schwieriger, doch wenn ich von mir aus etwas möchte, gebe ich mir besonders viel Mühe.



Reingebissen!


Im sitzen isst es sich viel leichter!



Na, was sagt ihr nun?



Der Zeit- und Geduldsfaktor spielt in meiner Entwicklung eine wesentliche Rolle. "Laßt mir Zeit!", der Leitgedanke von Emmi Pikler bedeutet für uns sehr, sehr viel, denn aus unseren Erfahrungen heraus mache ich alles, jedoch zu meinem "entwicklungsbauplantechnischen" Zeitpunkt. Ich esse nun mal einen Apfel erst mit drei Jahren im Ganzen, doch das mit vollem Genuss und im Zwiegespräch mit mir selber - Spiegelbild in der Kaffeemaschine. In solchen Momenten findet lernen statt. Seht selber:



Wir sehen die Personen in meinem Umfeld als Entwicklungsbegleiter, die mich unterstützen und von mir vorgegebene Entwicklungsschritte anbahnen. Lernen passiert immer von INNEN nach AUSSEN und nicht umgekehrt. Man kann einem Kind schon immer wieder Lerninputs geben, doch ob diese verinnerlicht werden ist eine andere Sache. Hierzu gehört eine gute Beobachtungsgabe, Sensibilität und Intuition damit man das Kind nicht überfordert. Da ich schon ein sehr gutes Gespür habe wann es sich um Therapie handelt und wann eine Sache Spielcharakter besitzt pausieren wir mit der Ergotherapie. Wir haben die Zeit mit Nadine sehr genossen, doch es macht keinen Sinn und hat keinen Lerncharakter, wenn meine innere Haltung auf Abwehr eingestellt ist. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es besser passen und dann starten wir wieder los.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Am 3. Adventsonntag ...

... beschloss ich, wie so oft auch an anderen Tagen, meinen Mittagsschlaf zuhause auszulassen.



Doch so gegen 16.00 Uhr werde ich dann so richtig müde, dass es passieren kann das ich an Ort und Stelle einschlafe.



Heute schlief ich zu den "Dschungelbuch Rhythmen" in meiner Schiffschaukel ein. In dieser Schaukel kann ich mich nach wie vor so richtig entspannen. Ich liebe sie.



Das Schlafengehen am Abend gestaltet sich dann jedoch etwas schwierig, denn es kann richtig lange dauern bis ich wieder müde werde :-). Wenn ich unter der Woche in den KleinKinderRaum gehe, schlafe ich täglich eine Stunde. Dieses Pensum an Mittagsschlaf brauche ich noch ganz dringend, doch zuhause sind manche Dinge nunmal einfach anders und wenn man dazu auch noch eine Gipshand, dann ... :-)!

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Meine Lieblingsbücher in der Vorweihnachtszeit ...

... kann ich euch wirklich sehr empfehlen. Meine Mama sagt, dass beide Bücher sehr schön und vorallem realitätsnah illustriert sind, aus stabilem Pappkarton bzw. Moosgummi bestehen und pädagogisch sehr wertvoll sind.


Das ist mein Buch über die Weihnachtsgeschichte.


Ein Puzzlebilderbuch mit herausnehmbaren Elementen.


Während ich das Bilderbuch mit meiner Mama lese, nehmen wir Seite für Seite die Figuren und Tiere mit zur Krippe. Auf der letzten Seite sind dann alle bei der Krippe angekommen und wir ordnen sie, um das Bild zu vervollständigen, richtig ein.



Mein Buch über den Nikolaus ist das zweite Bilderbuch, das ich euch vorstellen möchte. Es enthält verschiedene Fühlelemente, ...



... das traditionelle Nikolauslied "Laßt uns froh und munter sein ..."



... und der Nikolaus sieht auch so aus wie der Nikolaus, den ich jedes Jahr treffe.



Viel Spaß beim Lesen!

Dienstag, 6. Dezember 2011

Ich traf den Nikolaus ...

...am vergangenen Sonntag, genauergenommen am 2. Adventsonntag. Wir fuhren am Nachmittag nach Wernberg, wo ...



... wir mit vielen lieben Menschen der Selbsthilfegruppe Down-Syndrom "geschockt-geliebt" eine, von Margarethe Mendel, wunderbar organisierte Nikolausfeier genossen.



Der Nikolaus und sein kleiner, zotteliger Freund, kamen mit der Kutsche angefahren und ...



... gingen mit uns mit ins Haus.



Dort sangen wir ein paar Lieder und einige Kinder trugen ein Gedicht vor.



Dem Nikolaus gefielen unsere Darbietungen.



Ich saß auf einem Stuhl und war wie versteinert. Vollkommene Faszination, da ich ihn endlich wieder sehe, den lieben Nikolaus.



Jedes Kind bekam vom Nikolaus ein Sackerl überreicht. Meine Mama filmte als der heilige Mann zu mir kam.



Als er dann weiterging konnte ich meine Blicke noch immer nicht von ihm abwenden.



Gemeinsam mit Papa schauten wir in das Nikolaussackerl rein.



Viele leckere Sachen befanden sich darin.



Nachdem alle Kinder etwas vom Nikolaus bekommen hatten, musste er wieder weiterziehen. Es haben ja nunmal auch noch andere Kinder auf ihn gewartet.



Es war eine sehr schöne Nikolausfeier.

Kekse backen ...

... war am 2. Adventsonntag in unserem Hause angesagt. Gott sei Dank, denn seit gestern sind solche Erlebnisse für mich für mindestens vier Wochen abgeschrieben, denn mit Gips geht das etwas schwer. Ich habe zum Geburtstag mein eigenes Equipment von Cnristian und seiner Familie geschenkt bekommen und mit dem Lernturm ergab sich für mich eine wunderbare Arbeitssituation.



Mehl verteilen und den Teig kneten.



Meine Ausdauer war sehr beschränkt, denn als ich bemerkte das meine Finger schmutzig wurden, beendete ich die Sache sofort.



Ich nahm die Rolle des Beobachters ein und ließ meine Mama die restliche Arbeit erledigen.



Neugierig war ich schon, deshalb beobachtete ich die Kekse im Backrohr genau.



Ich konnte es kaum erwarten bis sie fertig und ausgekühlt waren.



Mmmhhhh, die Kekse schmecken echt gut.



Ich mag Weihnachtkekse sehr gerne, denn die sind wirklich lecker.

Montag, 5. Dezember 2011

Mein erster Gips ...

... sieht so aus:



Ich bin im KleinKinderRaum ausgerutscht und ganz ungünstig hingefallen, so dass mein linkes Handgelenk gebrochen ist. Es waren höllische Schmerzen, doch ich war wirklich tapfer beim Röntgen, bei der Untersuchung und zuletzt beim Gipsen. Meine Tapferkeit wurde mit einem Lutscher belohnt.



Ich habe noch nie einen Lutscher gegessen, obwohl ich schon sehr oft einen bekam. Heute sah die Sache anders aus.



Endlich schmerzfrei, schleckte ich meinen Lutscher, der wirklich wohl verdient und gut war.



Mir geht es sehr gut, doch macht es mich etwas traurig, dass ich nur eine Hand zur Verfügung habe.



Wie soll ich das alles nun anstellen? Es geht nun vieles sehr viel schwerer, denn meine bevorzugte Hand ist nämlich die eingegipste Linke!



Aus dem Sitzen aufstehen fällt mir noch sehr schwer.



Ich benutze bei diesem Bewegungsablauf normalerweise beide Hände zum Abstützen und nun hab ich nur eine zur Verfügung!



Ich werde mir schon noch eine Taktik ausdenken.



Wichtig ist, dass ich keine Schmerzen mehr habe und wieder lachen kann!



Was ich am Wochenende so erlebt habe, erzähle ich euch das nächste Mal.